Notfunkfrequenzen

Die Notfunker von Notfunk Deutschland arbeiten ausschliesslich auf den Frequenzen des Amateurfunkdienstes im Kurzwellen-, VHF- und UHF-Bereich. Das Equipment wird nur von lizenzierten Funkamateuren bedient.

Prinzipiell ist jede Frequenz innerhalb der Frequenzbereiche (Bänder) des Amateurfunkdienstes, auf der Notfunkverkehr stattfindet, eine Notfunkfrequenz. Jedoch sind bestimmte Frequenzen für den Notfunkverkehr international vereinbart.

Auf den Kurzwellenbändern sind die Notfunkfrequenzen durch die IARU, dem weltweiten Dachverband der nationalen Amateurfunkverbände, festgelegt. Entsprechend der verschiedenen Ausbreitungseigenschaften sind diese global oder nur für einzelne IARU-Regionen definiert. Für Funkamateure ist zu beachten, dass auch ober- und unterhalb der festgelegten Frequenzen Notfunkverkehr stattfinden kann.

Auf den VHF-/UHF-Bändern haben sich die Anruffrequenzen für den FM-Sprechfunk 145.500MHz und 433.500MHz als Notfunkfrequenzen etabliert. Sie sind jedoch international nicht einheitlich festgelegt.

Jeder Funkamateur ist dazu verpflichtet, den stattfindenden Notfunkverkehr nicht zu stören und empfangene Notrufe an Behörden oder Hilfsorganisationen weiterzuleiten. Eine sehr gute Anlaufstelle in Deutschland ist hierfür der Notruf 112.

Internationale Aktivitätszentren für Notfunk:

Frequenz Betriebsarten Beschreibung
3.760MHz Alle Nur IARU-Region 1
3.750MHz Alle Nur IARU-Region 2
3.985MHz Alle Nur IARU-Region 2
3.600MHz Alle Nur IARU-Region 3
7.110MHz Alle Nur IARU-Region 1 und 3
7.060MHz Alle Nur IARU-Region 2
7.240MHz Alle Nur IARU-Region 2
7.275MHz Alle Nur IARU-Region 2
14.300MHz Alle Alle IARU-Regionen (Global)
18.160MHz Alle Alle IARU-Regionen (Global)
21.360MHz Alle Alle IARU-Regionen (Global)
IARU Region Geografische Zonen
1 Europa, Afrika, Mittlerer Osten, Nordasien
2 Nordamerika, Zentralamerika, Südamerika, Karibik
3 Asien, Australien, Neuseeland, Polynesien

Die IARU-Regionen orientieren sich an den ITU-Zonen (hier als Kartenansicht).

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Reichweiten

Die von uns eingesetzte Technik ist auf den Nahverkehr ausgerichtet. Daher nutzen wir vorwiegend die Amateurfunkbänder im VHF- und UHF-Bereich. Wir experimentieren aber auch mit Antennen, die einen Nahverkehr über Kurzwelle ermöglichen. Dieses bringt speziell in bergigen Regionen Vorteile, in denen die VHF/UHF-Funkstrecken stark gedämpft sind.

Wir unterstützen die Betreiber von Amateurfunkrelais, ihre Stationen notfunktauglich zu machen, so dass wir diese im Einsatzfall benutzen können. Hierdurch wird die Reichweite von Stationen mit geringer Sendeleistung erheblich erhöht. Wir sind aber auch in der Lage, durch eigene Technik an einer Einsatzstelle Relaisbetrieb auf Amateurfunkfrequenzen einzurichten.

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Betriebsarten

Die einfachste Betriebsart ist für uns der Sprechfunk. Sie erfordert nur ein standardmäßig vorhandenes Mikrofon und keinen weiteren Aufwand. Darüber hinaus können wir aber auch die Übertragung digitaler Daten, Bilder oder Videos realisieren.

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Mobilität

Um das Gerät einsatzbereit und transportabel zu halten, entwickeln wir Notfunkkoffer. Mit dem so genannten MF-2 haben wir bereits eine mobile Notfunk-Einsatzleitung, die in der Nähe einer behördlichen Einsatzleitung oder der einer Hilfsorganisation platziert werden kann.

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Notstromversorgung

Das größte technische Problem beim Notfunkeinsatz stellt die ausreichende Versorgung mit elektrischer Energie dar. Hier gilt es zunächst, Energie durch verringerte Sendeleistungen einzusparen. Für den Stromnetz-unabhängigen Betrieb verwenden wir Bleigel-Akkus und eigene Notstromaggregate. Die Nutzung der Solarenergie bietet sich ebenfalls an und wird derzeit bei Notfunk Deutschland experimentell untersucht.

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Technische Normen

Durch unsere Technische Richtlinien Notfunk (TR-NF) werden unsere Einsatzmittel bzw. deren technische Schnittstellen einem verbindlichen Standard angepasst, so dass der Austausch und die Zusammenführung von Material - auch mit Organisationen des Katastrophenschutzes - realisiert werden kann.

Darüber hinaus definiert die TR-NF verbindliche Standards für die persönliche Schutzausstattung der Notfunker. In Verbindung mit der Ausbildung im Verhalten an Einsatzstellen wird so sichergestellt, dass das Einsatzziel von den Notfunkern erreicht werden kann.

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