Veröffentlicht am 23. Januar 2012
Der Notfunk bietet auch Hilfe bei Notfällen auf See, da viele Segler und Wassersportler Amateurfunkstationen an Bord betreiben. Wie in einem Notfall die Arbeit der Seenotretter draußen auf See abläuft, schildert die vierteilige Fernsehdokumentation des NDR ab dem 25. Februar 2012. Auf den beiden Seenotkreuzern "Theodor Storm" und "Berlin" wurden dazu festinstallierte Kameras verwendet, um die Rettungsarbeiten auf Nord- und Ostsee nicht zu behindern.
Die Sendetermine sind der 25. Januar, 1. Februar, 8. Februar und 15. Februar 2012, jeweils um 21 Uhr.
Zur Übersicht
Veröffentlicht am 12. Januar 2012
Diverse Medienberichte über ein Seebeben vor der Westküste Sumatras (Indonesien) der Stärke 7,3 werden durch das Global Disaster Alert and Coordination System (GDACS) bestätigt. GDACS zufolge besteht allerings nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen zerstörerischen Tsunami und für den Fall, daß internationale humanitäre Hilfe notwendig wird. Trotzdem müssen Funkamateure in Europa tagsüber auf den Frequenzen 14.300, 18160 und 21.360MHz und abends auf 3.600 und 7.110MHz mit Notfunkverkehr aus der betroffenen Region rechnen.
Mittlerweile hatte der Net Control Officer von Global Emergency Communications, AE2EE, Kontakt mit einem Funkamateur aus Banda Aceh. Diese Kontaktperson teilte mit, dass die Lage im Gebiet unkritisch sei. Durch den Tsunami seien nur geringe Schäden verursacht worden.
Weitere Informationen zum Erdbeben werden auch vom Deutschen Geoforschungszentrum veröffentlicht.
Zur Übersicht
Veröffentlicht am 12. Januar 2012
Wie wir am 27.12.2011 berichteten, wurden weite Teile Norwegens und Schwedens am 25.12.2011 von dem Sturmtief Dagmar schwer getroffen. Mittlerweile liegen detaillierte Informationen von G4HPE vor, die von Global Emergency Communications veröffentlicht wurden:
Viele Straßen und Eisenbahnlinien waren durch umgestürzte Bäume blockiert. Auch die Fährverbindungen mussten eingestellt werden. Über 300.000 Menschen in Norwegen und Schweden waren zeitweise ohne Strom. Auch der Rundfunkempfang war in einigen Gegenden stark beeinträchtigt. Trotzdem funktionierten in den betroffenen Gebieten die Telefon- und Mobilfunknetze weitestgehend.
In der Gemeinde Vågsøy war allerdings überhaupt keine Kommunikation mehr möglich. Die Rettungsdienste richteten daraufhin im Rathaus eine Anlaufstelle für Bürger ein, um Notfallmeldungen entgegenzunehmen. Der Bürgermeister des Ortes nutzte das Satellitentelefon eines Fischerbootes, um mit der Aussenwelt Kontakt herzustellen. Handfunkgeräte wurden eingesetzt, um mit den Pflegeheimen in der Umgebung in Verbindung zu bleiben. Der Gouverneur des Bezirks Sogn og Fjordane bat das Militär und die Funkamateure um Unterstützung bei der Lösung der Kommunikationsprobleme. Es wurden die Kurzwellenfrequenzen 3.715MHz und 1.902MHz als Notfunkfrequenzen eingerichtet. Die Station LE1AE übernahm die Kontrolle des Notfunknetzes. Ausserdem wurde das UHF/VHF-Relais LA5OR von der Amateurfunkstation LE1AB in das Notfunknetz eingebunden.
Zur Übersicht