Norddeich Radio geht wieder auf Sendung

An den diesjährigen Weihnachtsfeiertagen wird die ehemalige Küstenfunkstation Norddeich Radio von Funkamateuren unter den Rufzeichen DA0NR und DN3NR wieder aktiviert. Der Kontakt zu maritimen Amateurfunkstationen ist während des Betriebs sehr erwünscht. Ein Sendeplan und weitere Informationen werden unter www.da0nr.de veröffentlicht.

Seit der Inbetriebnahme in 1907 wurde unter dem Rufzeichen DAN Funkverkehr in Telegrafie und Sprechfunk mit Schiffen auf allen Weltmeeren betrieben. Norddeich Radio konnte in vielen Notfällen auf See Hilfe leisten und Rettungsaktionen koordinieren. 1998 stellte die Deutsche Telekom AG den Betrieb aus betriebswirtschaftlichen Gründen ein. Schon in den 1980er Jahren wurde der herkömmliche Seefunkverkehr durch Satelliten-gestützte Systeme wie Inmarsat und GMDSS allmählich abgelöst. Mittlerweile hat der Verein Funktechnisches Museum Norddeich e.V. die Anlagenreste übernommen und so den kompletten Abriss glücklicherweise verhindern können.

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Notfunkaktivitäten nach Überflutungen auf den Philippinen

Die durch den Tropensturm Washi ausgelösten Überschwemmungen verursachten in weiten Teilen des Landes enorme Verwüstungen. Bisher wurden mehr als 800 Tote gezählt. Das Rote Kreuz berichtet, dass mehrere Dörfer entlang der Küste völlig zerstört sind und sich derzeit etwa 47.000 Menschen in Notunterkünften befinden. Funkamateure, die in dem Katastrophengebiet beheimatet sind, versuchen nun, die Such- und Rettungsaktionen vor Ort zu unterstützen. Bereits im September wurde der Norden der Philippinen durch einen Tropensturm schwer getroffen, bei dem bereits viele Menschen ihr Leben verloren.

Quelle dieser Meldung ist der Bericht vom 19.12.2011 von Jim Linton VK3PC, IARU-Notfunkkoordinator der Region 3, weitergeleitet an uns von Greg Mossop G0DUB, IARU-Notfunkkoordinator der Region 1.

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LÜKEX 2011: Simulierte Cyber-Angriffe auf kritische Infrastrukturen in Deutschland

Vom 30. November bis 01. Dezember 2011 hat in Deutschland die LÜKEX 2011 (Länderübergreifende Krisenmanagement-Übung/Exercise) mit insgesamt 2500 Teilnehmern stattgefunden. Organisiert und durchgeführt wurde diese Übung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) und vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Zusammenarbeit mit Behörden und Unternehmen aus den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen und Hessen. Hierbei sollten in Simulationen die Auswirkungen von Cyber-Angriffen auf die sogenannten kritischen Infrastrukturen und die derzeitigen Abwehr- und Krisenbewältigungsmaßnahmen untersucht werden. Eine detaillierte Auswertung soll nun zu Erkenntnissen über das "Verbesserungspotenzial" bei den Akteuren führen. Diese werden, ähnlich wie der Übungsablauf, aus Sicherheitsgründen vermutlich nicht veröffentlicht.

Zu den kritischen Infrastrukturen gehören neben der Stromversorgung auch die Informations- und Kommunikationssysteme von Behörden und Unternehmen. In einer im April 2011 veröffentlichten, umfangreichen Studie des Bundestagsausschusses für Technikfolgenabschätzungen wurden bereits die Auswirkungen eines großflächigen Stromausfalls auf diese Infrastrukturen untersucht. Als mögliche Ursache wurden auch kriminelle oder terroristische Angriffe angenommen. Die Studie kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass der derzeitige technische Stand des digitalen Behördenfunks TETRA die Situation für Krisenstäbe und Einsatzleitungen verschlechtert und der Amateurfunk eine technische Alternative darstellt.

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